ihr Völker hört!
Musikalische Essays
Bald lächelnd, bald im Zorn, bald scharfsinnig analysierend blickt Urs Frauchiger zurück auf sieben Schwerpunkte seinesvielfältigen Lebens, das sich leidenschaftlich, engagiert und kämpferisch – so der Titel eines der Essays – zwischen Musik
und Sprache bewegt. Er verfolgt den abenteuerlichen Werdegang seines Instruments, des Cellos, und begreift es als ein
Werkzeug, das «nach aussen, aber aus der Tiefe, nach innen, in die Tiefe» wirkt, wie Paul Klee über das Spiel von Pablo
Casals schrieb. Als Voraussetzung dazu erkennt er, der sich lebenslang gegen den Lärm und die Reizüberflutung aufgelehnt hat, die Wiedergewinnung einer wirklichen Hörfähigkeit, aus der erst das äussere und das innere Singen aufzuklingen vermag.
Frauchiger ist sich auch in seinem neuen Buch selbst treu geblieben und fragt unverblümt, ob die «Neue Musik» für uns zu neu sei oder ob wir für sie nicht eher zu alt seien. Jahrzehnte nach der berühmten Festwochen-Schelte seines ersten Buches («Was zum Teufel ist mit der Musik los») prüft er, ob dieses heisse Eisen immer noch glühe, und stellt schliesslich die innovativen Musikförderungsmodelle vor, die er entworfen und realisiert hat und die gerade der aktuellen Diskussion um Kunst- und Kulturförderung neue Impulse zu geben vermögen. Aus dem Inhalt: Das Cello, zwangloses Organ des Geistes; Ihr Völker hört!; Musik und Sprache; Neue Musik; Sing on; Musik(fest)wochen sowie Abschied eines Kulturförderers.
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