In Betrachtung des Mondes
Erzählungen
In Urs Frauchigers erstem Erzählband tummeln sich Maler und Musiker, Neureiche und Altsozialisten, Mutlose und Todesmutige, Kulturtouristen und Komponisten in einem fantastischen Geflecht von Geschichten zwischen Realität und Romantik, zwischen Fantasie und Fiktion.In der gewichtigsten Geschichte des Buches steht bzw. hängt im Zentrum das magische Bild Caspar David Friedrichs Zwei Männer in Betrachtung des Mondes. In einem raffinierten, spannungsgeladenen Plot spielt sich zwischen den Schauplätzen Dresden und Ascona das Verwirrspiel um Original und Kopie des Gemäldes ab. Die Suche nach dem Authentischen mündet in diejenige nach der verlorenen grossen Liebe - Realität und Fiktion gehen ineinander über. Nicht anders treffen sich der Gestus der perfekten Kriminalgeschichte und die Fabulierlust gewissermassen auf einer dritten Ebene. Es ist – wie könnte es bei Frauchiger anders sein? – die Ebene des Humors.
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