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Aus Verlagsreihe: «Politik / Geschichte»
Umschlagbild: Vernebelung
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2008

192 Seiten
broschiert, aus dem Französischen übersetzt von Stephanie Singh

CHF 34.80 / € (D) 19.90

Mit einem Vorwort von Thomas Zeltner
ISBN 978-3-280-05284-6

Autoren: Marco Gregori, Sophie Malka, Übersetzer: Stephanie Singh 

Vernebelung

Wie die Tabakindustrie die Wissenschaft kauft


Der Tabakindustrie liegt viel daran, die Schädlichkeit des Rauchens zu
vertuschen. Dazu ist ihr beinahe jedes Mittel recht. Kein Mensch
glaubt dem Unternehmen Philip Morris, wenn es von der Harmlosigkeit
des Passivrauchens spricht. Daher schieben Tabakfirmen scheinbar
unabhängige Wissenschaftler vor, um die öffentliche Meinung zu
«vernebeln».


Die Journalisten Sophie Malka und Marco Gregori beleuchten in diesem
Buch die Hintergründe eines berühmt gewordenen Falles von
Wissenschaftsbetrug. So kollaborierte Ragnar Rylander, Professor
der Medizin an den Universitäten Göteborg und Genf, während über
30 Jahren mit Philip Morris. Er organisierte pseudowissenschaftliche
Symposien und publizierte Studien, welche die Schädlichkeit insbesondere
des Passivrauchens leugneten. Die Autoren zeigen, wie die
Rylander-Affäre schließlich aufflog und die höchsten juristischen
Instanzen beschäftigte: ein Skandal, aber nur die Spitze des Eisbergs.
Weitere Informationen
 Inhaltsverzeichnis (PDF, 66 kB)
 Pressetext (PDF, 26 kB)
 Cover reprofähig (JPG, 150 kB)
Über die Autoren/-innen
Marco Gregori

Marco Gregori arbeitete von 1994
bis 2006 für die Genfer Zeitung «Le
Courrier», wovon die letzten beiden
Jahre als Chefredaktor. Seine Spezialgebiete
sind Erziehungs- und Gesundheitspolitik
sowie historische
Themen. Heute ist er als Multimedia-
Redakteur beim Bildungsdepartement
des Kantons Genf tätig.
Sophie Malka

Sophie Malka hat Internationale
Beziehungen an der Universität Genf
studiert und war bei der Genfer
Zeitung «Le Courrier» für die Themen
Migration und Gesundheitspolitik
zuständig. Sie veröffentlichte verschiedene
sozialwissenschaftliche
Schriften und war von 2004 bis 2006
Parlamentsassistentin. Derzeit arbeitet
sie an der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
der Universität Genf.
Pressestimmen
Der Standard
Tabaklobby am Pranger

Bücher am Sonntag - Beilage der NZZ am Sonntag
Flüssig zu lesen, hart in der Sache und trotzdem fair.

Schweizerische Ärztezeitung
Das Buch fasst die Rylander-Affäre zusammen, mit ihren Einflussnahmen und Täuschungen der Öffentlichkeit. Diese erklären gut, warum die Schweiz in Sachen Passivrauch Entwicklungsland ist.

Financial Times
Zwei Autoren rollen den Fall eines von der Tabakindustrie finanzierten Mediziners auf. Ein Krimi mit Suspense.

Basler Zeitung
Die Geschichte der Käuflichkeit des Forschers und die Ruchlosigkeit der Tabakkonzerne.

Welt am Sonntag
«Vernebelung» beleuchtet die Verstrickungen zwischen Industrie und Wissenschaft an einem konkreten Fall. So entsteht eine faktenreiche, lesenswerte Mischung aus Enthüllungsstory und Gerichtsbericht.

SonntagsZeitung
Sophie Malka und Marco Gregori haben minuziös recherchiert, ihre Chronologie ist dennoch mit leichter Hand geschrieben. Den Schlagabtausch der zwei bekannten Genfer Rechtsanwälte Michel Halpérin und Charles Poncet schildern die Journalisten spannend wie einen Krimi.

Blickpunkt öffentliche Gesundheit
Lehrreich an dem Buch, das spannend wie ein Krimi geschrieben ist, ist insbesondere auch, dass Appelle allein an die individuelle Moral von Forschern nicht ausreichen. Es sind institutionelle Sicherungen nötig, die eine klare Grenzziehung gegenüber unzulässiger Einflussnahme der Industrie auf die Forschung ermöglichen.

Thurgauer Zeitung
Ein spannendes Buch, gut lesbar geschrieben und durch allen Dunst hindurch erhellend.

 
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